Corona-Ausbreitung: Ermittlungen wegen nicht gemeldeter Infektion in Ischgl

Das Versagen in Ischgl und das Krisenmanagement der österreichischen Regierung ist nur die halbe Geschichte.


Die andere Hälfte ist die Krisenkommunikation und der Schaden, den sie verursacht (hat).

Am 7. März 2020 riegeln BK #Kurz und BM #Nehammer die Grenze nach #Italien ab. Auch zwei Tage nach der #Corona-Warnung aus Island scheint das noch eine geeignete Strategie. Am selben Tag wird ein Barmann positiv getestet und eine Woche später steht ganz Österreich komplett still.

Am 13. März hat Österreich komplett in den Krisenmodus geschaltet. #Lockdown, #Ausgangssperre, Zivildiener werden eingezogen, Wien baut ein Notspital in der Messe, Bundesheer, Grenzen zu, die Tiroler Gemeinden werden einzeln unter #Quarantäne gestellt.

Offensichtlich bereitet sich alles auf eine Riesenwelle vor. Krisenmanagement wird gelobt. Das entschlossene Handeln auf die eigenen Fahnen geheftet. Aber die Regierung sagt nicht, warum das so plötzlich nötig wird. Notfallpläne werden ausgelöst, aber niemand erklärt warum genau.

#Ischgl und St.Anton werden unter Quarantäne gestellt, zugleich werden Personal und Gäste (mind. 20.000 Menschen) rausgeworfen und die gesamte Idee hinter einer Quarantäne ad absurdum geführt. Gäste übernachten in anderen Hotels, reisen dicht gedrängt in Flugzeugen, Bussen heim.

Auch wenn man einen Zettel unterschreiben lässt: wenn man nach Hause darf, kann es nicht so schlimm sein. Auf dem Zettel ist keine Warnung vermerkt, keine Hinweise, wieviele Ansteckungen es in #Ischgl gab. Und vor allem: Wie hoch das Risiko einer Infektion war.

In Tirol wird der Ausnahmezustand verhängt. Alle Gemeinden werden getrennt unter Quarantäne gestellt. Eine verschärfte Maßnahme, die offensichtlich versucht, eine Ausbreitung durch Gemeindedomino in Tirol zu bremsen. Auch hier wird der Grund im Dunkeln gelassen.

Die Regierung ruft Tirolheimkehrer und klare Begründung zur freiwilligen Heimquarantäne auf. Samstag und Sonntag tauchen dann die ersten Berichte in Medien auf und es dämmert: Die Zahlen aus Skandinavien, die überhörten Warnungen und die Häufung der Fälle aus #Ischgl.

Am 9. März war schon klar, dass es in #Ischgl ein Problem gibt. Die SMS von Hörl macht deutlich, dass man es nur lokal begrenzt sah.

Aber irgendwann zwischen 10. und 13. März gab es einen Moment, wo jemand in Wien mal 1 und 1 vorrechnete, dass die Saison jetzt enden muss.

In dem Briefing könnten die Zahlen von Norwegen vorgekommen sein und eine simple Rechnung: Norwegen hat 377 Fälle aus Ischgl, macht aber nur 1,5% der Gäste aus. Wieviele Fälle kann das für Österreich bzw. Deutschland (50% der Gäste) bedeuten?

Die Antwort: Tausende.

Tausende, die schon seit einer Woche zuhause und in der Arbeit saßen und wer weiß wieviele angesteckt haben. Tausende, die sich in diesem Moment anstecken. Unter dem Radar in ganz Ö und D.

Ich wette, dass sinngemäß die Formulierung »unkontrollierbarer Ausbruch« gefallen ist.

Das ist die Realität, die sich jetzt abzeichnet. Der #Corona-Ausbruch in #Tirol hat heute einen höheres Verhältnis Fälle pro Mio Einwohner als die Lombardei. Trotz Ausgangssperre. Das ist die Welle, auf die sich die Regierung seit letzter Woche vorbereitet aber nicht benennt.

In Deutschland war die Prognose am 7. März auf 12.800 Fällen Ende März, schon am 21. März waren es 20.000 Fälle. Die Mehrzahl der neuen Fälle kam aus #Tirol, ganze Reisegruppen waren zu 80% infiziert. Gemessen daran sind 5000 Rückkehrer mit #Corona eine konservative Schätzung.

Diese Entwicklung lag als Prognose wahrscheinlich schon am 12. März 2020 beim Krisenstab in etwa so auf dem Tisch: »Unkontrollierte Ansteckung in ganz Ö mit einer Woche Vorsprung«. Das ließ keine Wahl. Es gab nur mehr den Lockdown, um den explosionartigen Ausbruch zu verhindern.

Das Krisenmanagement und die Regierung wird völlig zu Recht gelobt. Hier wurden große Entscheidungen schnell gefällt und umgesetzt.
Aber gleichzeitig wird alles unternommen, um die Fehler auszublenden. Es wird penibelst vermieden, die Ursachen und Risiken klar zu benennen.

Den Touristen aus der Quarantäne war das Risiko nicht bewusst. Wurden die Länder der Rückkehrer vor dem Risiko gewarnt? Wurde die Reisebusse gewarnt? Die Fluglinien? Die Hotels vor Ort oder sonst wo in Tirol? Wurde die Bevölkerung in Österreich vor dem Risiko gewarnt?

Das wäre notwendig gewesen. Die Situation ungeschönt beschreiben, um andere zu schützen und das Problem lösen zu können. Aber dazu muss man Fehler – die jedem passieren können – eingestehen.

Genau das zu vermeiden ist gerade Hauptaufgabe von #Kurz‚ Kommunikationsteam.

Die #MessageControl versucht sehr bewusst zwei Dinge von Sebastian #Kurz fernzuhalten: die Realität des unkontrollierten #Corona-Ausbruchs und das Ausmaß in dem #Ischgl für ganz Europa Brandbeschleuniger war.

Dafür nimmt man einiges in Kauf:

So laufen die Lifte noch bis Montag. Deswegen gehen die Leute bis Mittwoch noch schön auf die Straße und in Parks. Weil die Regierung nicht über das reale Ausmaß der Bedrohung spricht. Nicht erklärt, dass sich Corona überall in Ö so verteilt hat, dass jeder sich anstecken kann.

Deswegen werden aus den Quarantäne-Orte tausende mögliche Infizierte über Europa verteilt, ohne ein Wort der Warnung von #Kurz.
Das Ausmaß und die Gefahr, die von #Ischgl ausging, haben Journalisten aufgedeckt. Wenn es nach Kurz ging, wär es unter dem Radar geblieben.

Österreich bleibt weitgehend im Dunklen. Die Inszenierung der Notmaßnahmen soll überdecken – und schafft das im Moment erfolgreich – weshalb diese Maßnahmen überhaupt nötig wurden: weil der Ausbruch in #Ischgl außer Kontrolle geriet, während #Kurz noch Grenzen sperrte.

Aus dem Land, dem in einer Gemeinde #Corona so völlig entglitten ist und womöglich am meisten Fälle in ganz Europa exportiert hat, dass es alles abriegeln muss, wird das Land mit der entschlossensten Führung. Mit der Hoffnung, dass »uns andere folgen werden« (O-Ton #Kurz).

Hier wird es besonders widerlich. In seinem deutschen Haus-und-Hof-Blatt #Bild lässt sich #Kurz per »So einen brauchen wir auch« gegenüber #Merkel zum durchsetzungsstarken Macher stilisieren, nachdem er ihr gerade ohne Warnung ein tausend Fälle nach Deutschland geschickt hat.

Innenpolitische Inszenierung wird über effektive gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung von #Corona gestellt. (Es wär nicht das erste Mal)

Die Geschichte vom Krisenmanager soll erzählt werden und bloß nicht, dass #Kurz am 7. März noch die Brenner-Grenze schloss statt dem #Kitzloch.

Am 9.3. gab es 19 bekannte Fälle in Tirol. Heute werden es 900 Fälle (fast 30% von Ö). Tirol hat in Relation zur Bevölkerung Zahlen wie die Lombardei. Das war der Stand vor 9 Tagen und wohl die Prognose wegen der ganz Österreich stillgelegt wurde. Der Ausbruch war schon da.

Die Reißleine wurde gezogen. Der Lockdown bewahrt Westösterreich vor dem Umgreifen von #Corona und biegt hoffentlich auch für Tirol die Kurve. Doch der Ausbruch war schon da und hat nach Deutschland, Skandinavien etc. gestreut. Ohne Warnung und Entschuldigung.

Das treibt mich um. Dass hier politische Inszenierung über Menschenleben gestellt wurde. In einem europäischen Notfall.
Dass man so Angst hat, nicht fehlerlos darzustehen, dass man lieber Menschen ohne die notwendige Warnung nach Hause schickt.

Dass man so Angst hat um sein Leader-Image, dass man nicht mit befreundeten Nationen zusammenarbeitet um Menschen zu retten und die Infektionsgefahr für alle zu senken.
#Ischgl war ein Versagen. Schlimm genug.
Den Umgang damit danach halte ich für den größeren Skandal.

Dieser Graph von @DanielBreuss zeigt wahrscheinlich, was der Krisenstab von 9. bis 13.3. sah: Die Kurve von Tirol schlägt nach oben aus.

Der #Corona-Ausbruch in #Ischgl und #Tirol zwingt ganz Österreich zum sofortigen Stillstand.

Auf dem iPhone und iPad unter iOS E-Mails als PDF speichern

Die Möglichkeiten für die Weiterleitung und das Sichern von E-Mails ist in Apples Mail-App unter iOS leider stark beschränkt. Die E-Mails lassen sicher weder über einen Messenger teilen, noch können Sie auf dem Gerät gespeichert werden. Diesen Anschein macht zumindest ein flüchtiger Blick in die App. Apple hat beide Funktionen integriert. Jedoch sind sie nicht ganz so intuitiv zu finden und zu bedienen, wie man es eigentlich von Apple gewöhnt ist. Wir möchten Ihnen daher zeigen, wie Sie E-Mails als PDFs speichern.

So speichern Sie E-Mails als PDF am iPhone – mit 3D Touch

Nehmen Sie Ihr iPhone mit 3D Touch zur Hand und öffnen Sie die Mail-App. Wählen Sie die E-Mail aus, die Sie gerne als PDF speichern möchten. Tippen Sie nun am unteren Rand auf die Aktionstaste, mit der Sie E-Mails weiterleiten, beantworten oder drucken können. Wählen Sie den Punkt „Drucken“ aus.

So speichern Sie E-Mails als PDF  ohne 3D Touch

Auch ohne 3D Touch können Sie dennoch E-Mails als PDFs speichern. Folgen Sie dazu der obigen Anleitung bis zur Vorschau. Anstatt nun fest darauf zu drücken, ziehen Sie die Vorschau wie beim Zoom mit zwei Fingern groß. Anschließend können Sie das Dokument via Teilen-Button als PDF auf Ihrem Gerät oder einem Cloudspeicher sichern.

 

Quick-Look für InDesign – Dokumentvorschau für MacOS X

Das Apple Betriebssystem verfügt über die Funktion „Quicklook“, eine Technologie, die es ermöglicht, Dateien im Finder anzusehen ohne das zugehörige Programm zu öffnen. Mittels Plugins geht es auch für Programme, deren Vorschau-Möglichkeit von Haus aus nicht vorgesehen ist. Bis heute ist Adobe nicht in der Lage, ein solches Plugin für seine Programme zur Verfügung zu stellen.

QuickLook Vorschau mit PlugIn
Die deutsche Entwicklerin Jennifer Hofer veröffentlichte vor kurzem das Plug-in »inddPreview«, mit dem es möglich ist, eine Vorschau Ihrer InDesign-Dokumente im Finder unter MacOs zu erhalten.

inddPreview ist der Nachfolger von inddQLgenerator, der schon seit 2008 verfügbar war. Der Nachteil am Vorgänger war die manuelle Installation, die nun wegfällt. Das neue Plug-in können Sie ab sofort über den App Store beziehen.

 

 

TYPO Berlin »wanderlust«, 25.–27. Mai 2017

Alles in Bewegung setzen

Die großen Wandlungsprozesse unserer Zeit basieren auf Flexibilität, Agilität und Diversität. Während die kreativen Eliten der letzten Generation noch den »Marsch durch die Institutionen« angetreten sind, lassen sich heute die Kreativen von Neugier und Experimentierfreude (ab)lenken. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Einbeziehung sozialer Werte und Community-Strategien, die den Nutzen der eigenen Entwicklungen steigern.

Viele tun sich noch schwer mit der Lust auf den Wandel. Die TYPO Berlin 2017 stellt sich der agilen Methodik und hilft beim Umdenken. Wie verlasse ich meine Komfortzone? Wo lasse ich fluide Strukturen zu? Wie entfalte ich neue Innovationspotentiale? Typische Fragen traditioneller Organisationsmodelle, mit denen wir in Zukunft nicht mehr weiterkommen.

 TYPO Berlin »wanderlust«, 25.–27. Mai 2017

LINK: http://www.typotalks.com/berlin/de/

Buch: Lebens-Zeichen

Lebens-Zeichen ist ein Buch über Narben und Male. Insgesamt 25 Leute wurden dafür portraitiert und haben ihre Narben gezeigt. Jeder Teilnehmer hat handschriftlich einen Fragebogen zu seiner Narbe ausgefüllt, der Fragen über den Ursprung, das Alter und das Leben mit der Narbe behandelt. Dazu gibt es noch einen Theorieteil, der verschiedene Themen rund um Narben aufgreift, wie unter anderem Narben in Filmen, Skarifikationen und Interviews mit Experten.

Bachelor-Thesis
Nora Lechner
Sommersemester 2016

Betreuung
Prof. Xuyen Dam
Hochschule München, Fakultät für Design

 

 

Typo-Safari / ARTE Creative

Acht Type-Experten führen durch den Buchstaben- und Zeichendschungel ihrer Stadt – mit der »Typo Safari« von ARTE Creative​ geht es nach Paris, London, Berlin, Barcelona, Marseille, Amsterdam und Montreal. Jede Folge gibt ganz besondere Einblicke in die jeweilige Stadt und wird dabei von namhaften Gestaltern wie Erik Spiekermann​, Jean François Porchez​, Laura Meseguer​, Étienne Aubert Bonn​, Tabas, Nadine Chahine​ und Bas Jacobs begleitet.

Sie begleiten uns in ihren Städten, erklären uns Details von Schriften und erzählen, welche oft überraschenden Botschaften Schriftzüge vermitteln. Eine wunderbare Möglichkeit, eine Stadt aus einer anderen Perspektive zu erleben!

Autor-Regisseur: Thomas Sipp
Grafik: Bureau 205
Koproduktion: ARTE France, Les Films d’Ici und 205 Corp.

Metapaper launcht neue Online-Plattform

Nach 4 Jahren am Markt ist es nun soweit: Metapaper launcht ihre neue Online-Plattform www.metapaper.io, mit der komplett neue Wege in der Papier- und Printindustrie gegangen werden sollen. Ab sofort könnt Ihr in dem neuen Entdecken-Bereich nach den besten Druckereien suchen, euch von spannenden Projekten inspirieren lassen und im Wiki stöbern.